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Author: Subject: DVD - Timecop 2
Harry W
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Mood: creative

[*] posted on 8-3-2004 at 16:08
DVD - Timecop 2


(Geschrieben von Harry W für http://cineman.ch)

Wer hat an der Uhr gedreht ... ?

Mal angenommen, man hätte die Möglichkeit, geschichtliche Katastrophen, Kriege oder gar Massenmorde durch Zeitreise zu verhindern ... wäre es moralisch vertretbar, Gott zu spielen und einzugreifen?

Diese philosophische Frage bildet den Auftakt zu Stephen Boyums Zeitreise-Actionfilm, in dem Jason Scott Lee (’Soldier’, ’Rapa Nui’) besagten Zeitpolizisten mimt. Seine Aufgabe ist das Aufspüren und Zurückbringen von Zeitverbrechern, die sich durch illegale Reisen in die Vergangenheit persönlich bereichern wollen, oder dem Drang erliegen, an der Menschheitsgeschichte rumzufummeln. Ein ebensolcher Auftrag bringt unseren tüchtigen Cop ins Berlin von 1940, wo schon bald dumme Nazis so richtig auf die Fresse kriegen und der Zeitreisende Miller (Thomas Ian Griffith - ’XXX’) versucht, einen sichtlich gebeutelten, sorgenbeladenen Hitler um die Ecke zu bringen. Es bleibt bei dem Versuch, der Film lässt jeden philosophischen Aspekt fallen und ein wildes Rumspringen in der Zeit beginnt, dem es ein wenig an Abwechslung und Tiefgang mangelt.

Stephen Boyum war vor seiner Karriere als Regisseur mittelmässiger TV-Produktionen ein erfolgreicher Stuntman und Stuntcoordinator ... und das wäre er besser geblieben. Er liefert zwar handwerklich solides B-Kino ab, aber eben ... kein bisschen mehr. Leider stellt sich auch in diesem Film erneut die Frage, warum die Amerikaner den ständigen Drang verspüren, einen begnadeten Martial-Arts Kämpfer wie etwa Jason Scott Lee zu engagieren und ihn NICHT zeigen zu lassen, was er wirklich kann. Anstelle dessen werden sinnlose Zeitlupen und ultraschnelle Schnitte aneinander montiert, die wenig Sinn machen. Was dem Film aber zugute geschrieben werden muss ist seine Kurzweiligkeit und Rasanz; so schnell wie die Fäuste fliegen hier auch die Minuten.

Selbst nach stundenlangem akribischen Suchen, liessen sich auf der Disc keine Extras finden. Dafür ist die Bildqualität die geboten wird absolut TOP. Der Sound klingt auf englisch kräftig, die Schläge und Kicks haben die nötige männliche Durchschlagskraft, die in einem solchen Werk nötig ist. An der deutschen Tonspur wurde der Pegel leider stark nach unten gedreht, was ziemlich unsinnig ist.

Für B-Film-Fans durchaus einen Blick wert. Für Liebhaber anspruchsvoller Dramen und epischer Liebesgeschichten ein wenig zu ... sagen wir mal ’ungeschliffen’.
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